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LA PAZ - 13.Juli

Unser erstes Hostel, in das wir eincheckten, war leider echt schlecht, denn genau darunter lag eine Bar, die bis spät in die Nacht laute Musik spielte. Leider war ich noch immer krank, sodass jeder Schritt auf 3600m Höhe noch anstrengender für mich war. Dafür haben wir das schönste Wetter! Am Sonntag gingen wir am Vormittag Messe in der Kirche San Francisco und später schlenderten wir durch den Markt, wo leider alles zugesperrt war. Am Nachmittag konnten wir und natürlich das WM-Finale nicht entgehen lassen. Am Abend machten wir uns einen gemütlich Abend im Hostel und spielten Billard, Tischtennis und Karten.

14.7.14 19:42, kommentieren

BOLIVIEN Copacabana - Titicacasee (11.Juli, Freitag)

Leider habe ich während des Nachtbusses fast kein Auge zu getan. Dementsprechend kamen wir dann ziemlich fertig an der Grenze zu Bolivien an, wo wir einige Umstände hatten, weil die Grenzbeamten so unorganisiert und langsam waren. Schlussendlich genossen wir mit unseren Stempeln im Pass eine köstliche Salteña (Teigtasche mit Huhn, Karotten, Erbsen, Ei), und fuhren dann im Bus weiter nach Copacabana, direkt am Titicacasee. Wir checkten in ein Hostel ein und gingen dann gleich zum Seeufer. Mit der Sonne und dem strahlend blauen Himmel hatten wir ein bisschen "Mittelmeer-Feeling", wenn das Wasser des Sees nicht unter 10 Grad (!!!) hätte und wir nicht in Wollpullover und Jacke gewesen wären. Zu Mittag folgten wir unserem Reiseführer "Lonely Planet", der uns vorschlug, eine typische Regenbogenforelle von hier zu probieren. Leider wurden wir in einem Restaurant sehr enttäuscht, sodass wir Forellen in Bolivien so schnell nicht mehr essen werden. Am Nachmittag ging unsere Bootstour zur "Isla del Sol" (Sonneninsel) los. Mit fast 70 (!!!) Personen an Bord eines kleinen Bootes ging es los, doch schon 50 Meter später riss die Motorschnur ab und wir schaukelten nur am Wasser hin und her... "Willkommen in Bolivien" müsste man jetzt eigentlich sagen. Das Land ist eben wirklich sehr arm und billig - für 22 Bolivianos (ca. € 2,20) bekommt man ein Menü mit Suppe, großer Hauptspeise und Nachspeise! Auf der Isla del Sol wanderten wir an den Überbleibseln der Inka (Terrassenlandschaft, Steinstiegen) vorbei und stiegen bis fast ganz hinauf, wo wir einen tollen Blick auf den schillernden See und die dahinter liegenden, schneebedeckten Berge hatten... Vor der Übernachtung im Hostel war ich schon sehr erschöpft und schwach, bis ich dann am nächsten Tag mit Erkältung am liebsten im Bett geblieben wäre. Schon zu Mittag nahmen wir einen Bus nach La Paz, der zirka drei Stunden brauchte und auf halbem Weg mit einem Floß über den Titicacasee transportiert wurde.

14.7.14 19:09, kommentieren

CUSCO - Fruchtparadies, Zahnarzt und Schinkenfleckerln (Donnerstag 10. Juli)

Nach einer angenehmen und erholenden Nacht in Nikos Wohnung gingen wir zu dritt zum Markt "San Blas", wo wir frühstückten. Dort am Markt gab es ca. 15 Frauen, die Fruchtsäfte von allen möglichen Sorten anboten. In diesen "Saftläden" bekommt man für wenig Geld fast einen Liter frisch gepressten Saft!! Mit einem köstlichen Sandwich war dieses Frühstück für uns das Paradies! Zum Glück kennt sich Niko so gut in Cusco aus, sodass er mir eine Zahnärztin vorschlug, die sehr gut sein soll. Für nur umgerechnete € 27,- richtete diese mir meinen Zahn wieder perfekt. Bevor Gaudenz und ich unseren Nachtbus nach Copacabana nahmen, kochten wir uns gemeinsam die besten Schinkenfleckerln in Nikos Wohnung.

14.7.14 19:06, kommentieren

4. Tag im URWALD (8.Juli, Dienstag)

Um vier Uhr früh läuteten unsere Wecker, damit wir noch im Dunkeln los starten konnten, um die Papageien zu sehen. Ungefähr eine 3/4 Stunde fuhren wir den Fluss entlang, bis zu einer Stelle, wo schon große Scharen von Papageien in der Luft umher flogen. Zu dieser frühen Zeit sollten sie sich nämlich an den Flussrand setzen, wo der Boden Kalkbestände besitzt. Wir waren leider nicht die einzigen, die diese Spektakel miterleben wollten, und auch aufgrund des schlechten Wetters kamen die Vögel nicht herunter und kreisten eher nervös um die Anlegestellen herum. Leicht enttäuscht fuhren wir wieder zurück zur Logde. Am Nachmittag besuchten wir die "Familia Nativa", die noch so leben wie ihre Vorfahren und sich nur vom Urwald leben. Das einzige, was sie anhatten, waren Kutten, die sie aus der Rinde bestimmter Bäume produzierten... Später unternahmen wir mit Geraldine und einem zweiten Führer einen letzten Spaziergang in den Urwald. Dort hörten wir sogar die Laute eines Tucans, der aber sehr schwer zu sehen ist. Fast hätte ich mich verirrt, als ich von der Gruppe weglief, um bestimmte Nüsse aufzusammeln. Nach unserem Ausflug packten wir unsere Sachen und fuhren bei Sonnenuntergang zurück nach Puerto Maldonado, wo gerade eine gratis Massenhochzeit statt fand. Um 9 Uhr stiegen wir dann in den Nachtbus, der erst zu Mittag (16 Stunden später) in Cusco ankam! Dort trafen wir uns wieder mit Niko, der uns seine Wohnung zur Übernachtung anbot. Am Nachmittag schlenderten wir noch durch den Mercado San Pedro, wo ich mir einen karamellisierten Apfel kaufte und mir schon beim ersten Bissen den Schneidezahn abbrach.....

14.7.14 18:14, kommentieren

3. Tag im URWALD - Lago Sandoval (7.Juli, Montag)

Nach dem Frühstück holte uns unsere Führerin Geraldine ab und wir fuhren mit dem Boot ungefähr eine halbe Stunde den Fluss entlang - bis wir zum Eingang des Naturreservats "Lago Sandoval" kamen, wo wir zuerst zirka 4 km durch den Urwald spazierten und allein auf diesem Weg eine Unmenge an Pflanzen- und Tierarten entdeckten. Mit kleinen Holzbooten ging es dann auf einem kleinen Fluss weiter, bis wir im See landeten. Dort beobachteten wir ganz viele interessante Vogelarten, Kaimare, Cappuccino-Affen etc. Leider war das Wetter nur so halb schön - deswegen haben wir auch weniger gesehen. Für das Mittagessen wurde uns als Lunchpaket etwas ganz Typisches mitgegeben: "Juane", das ist in ein großes Blatt der Bananenpflanze eingewickelter Reis mit Huhn, Oliven, Tomate, Ei und Curry. Dazu bekamen wir noch ein Paket mit lauter Früchten. Auch am Nachmittag ruderten wir am Rand des Sees entlang, um weitere Tiere zu finden. Am Abend gab es kein spezielles Programm, deswegen spielten wir mit Cristina und Raúl das wohl internationalste Kartenspiel: Quems

14.7.14 18:10, kommentieren

2. Action-Tag im URWALD (6. Juli)

Mit den seltensten Geräuschen von allen möglichen Vögeln bin ich in der Früh unter dem Moskitonetz aufgewacht. Ein Vogel klang wie das Geräusch eines Regentropfens, der ins Wasser fällt. Gaudenz wollte schon mit mir schimpfen, dass ich den Wecker endlich ausschalten soll, bis er selbst im Halbschlaf darauf kam, dass diese Geräusche aus der Natur kamen... Nach einem köstlichen Frühstück mit Fruchtsalat und allem Möglichen fuhren wir mit dem Boot den Fluss entlang, bis wir an einer Stelle zu sechst (zwei Führer, Cristina, Raúl, Gaudenz und ich) ausstiegen und zehn Minuten in den Urwald hinein spazierten. Auf dem Weg konnten wir unzählige Tier- und Pflanzenarten entdecken, wie zum Beispiel hunderte Schmetterlinge, Bienen und Wespen, Schnecken in Riesenhäusern, Vögel und so weiter. Später kletterten wir ein Gerüst hinauf, sicherten uns oben mit Gurten und Karabinern ab und seilten uns an einer Bahn zirka 90 Meter zum nächsten Baum. Es war wirklich spektakulär, den Urwald von so hoch oben zu sehen, den neuen Geräuschen zu lauschen und den Adrenalinkick von der Höhe und der Geschwindigkeit zu genießen. Wie im Hochseilgarten kletterten wir von einem Baum zum anderen und kamen richtig ins Schwitzen, weil es heiß und anstrengend war. Auf dem Rückweg unseres Ausfluges holten wir uns noch drei echte, große Kokosnüsse vom Baum und schlürften diese dann, als wir wieder in unserer Lodge ankamen. Ganz lustig ist auch, dass bei unserem "Wohnort" ein kleiner Affe "Pablito", ein zahmes Wildschwein "Lucie" und ein Ara namens "Lola" leben. Nach dem Mittagessen fielen wir von der Anstrengung des Vormittags in eine Tiefe Siesta von der wir erholt aufwachten und uns im Boot zum Fischen aufmachten. Wir hofften natürlich, einen großen Piranha zu erwischen, aber leider waren wir ziemlich erfolglos und fischten nur kleine Mini-Piranhas, die ganz schön scharfe Zähne haben und aggressiv sind. In der Pause vor dem nächsten Ausflug spielten wir bei Sonnenuntergang am Steg Karten, bis es dunkel wurde. Im Stockdunkel und mit Taschenlampen bewaffnet gingen wir danach zu sechst los in den Urwald, der hinter unseren Hütten begann. Erschreckend war, wie uns unser Führer Rony im Baum, der nur wenige Meter von unserem Schlafort entfernt war, ein Nest mit einer Tarantel zeigte!! (Bei einem Biss dieser Spinne wird man gelähmt und mehrere Bisse können tödlich sein!). Langsam gingen wir einen Weg im Wald entlang, wo wir einen Skorpion (tödlich), eine Riesenameise (tödlich), lauter kleine Spinnen (tödlich), einen ganz seltenen Frosch und auch tödliche Pflanzen entdeckten. Nach einer Weile forderte uns Rony auf, ganz leise zu sein und nur den Geräuschen des Urwalds zu lauschen - UNBESCHREIBLICH, was wir da alles hörten!!

14.7.14 18:09, kommentieren

1. Tag im URWALD (5.Juli)

Nach einer ewigen Nachtfahrt kamen wir um elf Uhr in Puerto Maldonado an, wo uns eine unangenehme und schwüle Hitze empfing. In der Nähe des Hauptplatzes der Stadt checkten wir in ein Hostel ein, wo wir uns zuerst einmal eine befreiende Dusche gönnten. Später suchten wir uns dann verschiedene Angebote für Touren im Urwald. Zufällig startete ein sehr nettes und junges, spanisches Paar (Cristina und Raúl) diesen Nachmittag, sodass wir uns ihnen anschlossen. Wir fuhren mit länglichen Holzbooten mit Motor den sehr breiten Fluss "Madre de Dios" entlang, bis wir an einer Logde ankamen, die für die nächsten vier Tage unser zu Hause sein sollte. Wir konnten es kaum glauben, dass wir wirklich hier im Urwald waren und die tollsten Ausflüge auf uns warteten. Gleich nach unser Ankunft hab es ein köstliches Mittagessen, dass alles im Preis inkludiert war. Um 15 Uhr stiegen wir jeweils zu zweit in Kajaks, mit denen wir dann den Fluss entlang paddelten. Als es In Strömen zu regnen begann und wir komplett nass waren, war das für uns das genialste Gefühl. Wir fuhren bis zur "Isla de los monos" (Affeninsel), wo wir zirka zehn Minuten barfuß in den Urwald hinein spazierten und eine Schildkröte und viele bunte Schmetterlinge entdeckten. Mit Bananen lockten wir die wild lebenden Affen an, bis sie so weit von den Bäumen abstiegen, dass sie uns die Früchte aus der Hand rissen und schnell verschwanden. Auf der Rückfahrt in den Boten genossen wir den schönsten Sonnenuntergang, der den Urwald in den buntesten Farben aufleuchten ließ. Später, als es schon dunkel war, fuhren wir mit den Boten auf die andere Seite des Flussufers und konnten Kaimane (ähnlich wie Krokodile) beobachten.

14.7.14 18:02, kommentieren

"Moray" und "Maras" (4. Juli, Freitag)

Für den heutigen Tag hatten wir uns eine Tour im Bus organisiert. Mit anderen, zum Glück spanisch sprechenden Touristen fuhren wir aus Cusco hinaus aufs Land. Es schien herrlich die Sonne und so sah die Landschaft noch schöner aus. Zuerst hielten wir in einem Dorf, wo uns einheimische Frauen in ihrer bunten, traditionellen Kleidung begrüßten und uns eine Vorführung ihrer hiesigen Produkte und Werke präsentierten. Sie zeigten uns zum Beispiel, wie aus der Schur der Alpacas Wolle gemacht wird und diese dann durch natürliche Pflanzen und auch Tiere gefärbt wird. Danach boten sie uns ihre tollen Werke an: Bänder, Teppiche, Schals, Gürtel usw. in den buntesten und schönsten Farben! Witzig war noch, wie hinter den Verkaufsständen in der kleinen Hütte viele kleine, herzige Meerschweinchen herum liefen... Wieder im Bus sitzend, erklärte der Führer uns Typisches aus der Region und beschrieb uns den nächsten Ort, nämlich "Moray", ein Inka-Experiment für Agrikultur. Zitat Gaudenz: "ein riesengroßes Inka-Blumenbeet oder einfach ein Gemüsegarten" In Wahrheit war diese Stätte natürlich viel größer und vor allem sehr tief gelegen, sodass wir fast 500 Meter über gefährliche Steinstiegen ewig lange "Terrassen" hinabstiegen und von ganz unten einen guten Blick auf die Stätte hatten. Weiter im Bus ging es durch die schöne Landschaft und auch an von Weitem gesehen, schneebedeckten hohen Bergen vorbei bis nach "Maras", was auf Quechua "weinen" heißt. Maras sind Salzminen, also tausende weiße Salzterrassen, die die Inka für die Salzgewinnung verwendeten. Wieder zurück in Cusco packten wir mühsam alle unsere Sachen, trafen uns noch kurz mit Niko und nahmen dann um 9 Uhr abends einen gar nicht so teuren, dafür aber angenehmen Nachtbus nach Puerto Maldonado, wo unser größtes und bestes Abenteuer unserer Reise begann...

9.7.14 19:34, kommentieren

Andere Seiten von Cusco (Donnerstag, 3. Juli)

Das Hostel Pariwana servierte uns ein Frühstück, das mehr als nur trockenes Brot und Marmelade anbot und an das wir uns ja nicht gewöhnen dürfen. Um 1 Uhr mittags trafen wir uns mit Niko auf der Plaza de las Armas und besuchten eine Freundin von ihm, die für 7 Soles in ihrem kleinen Restaurant ein köstliches und füllendes Mittagessen servierte. Danach gingen wir mit Niko von dort aus bergauf, (wieder hunderte Stufen) bis wir an der Stelle ankamen, wo eine große weiße Jesusstatue stand, die Richtung Cusco zeigt und eine tolle Aussicht über die Stadt bot. Dort setzten wir uns dann gemütlich ins Gras und Niko erzählte uns von dem Waisenhaus, das wir mit ihm danach besuchten. Die Kinder freuten sich riesig über seine Ankunft und fragten uns ganz neugierig, wer wir denn seien. Das war eine tolle Erfahrung, Cusco auch von einer anderen Perspektive zu sehen und kennen zu lernen... Ziemlich fertig kamen wir in unserem Hostel an und planten unseren Ausflug für den nächsten Tag.

9.7.14 19:32, kommentieren

"Genießer-Tag" (2. Juli, Mittwoch)

Nachdem wir am Vortag so gut wie neun Stunden durch gewandert sind und uns nach dem Auf- und Absteigen tausender Stiegen jeder einzelne Muskel an den Beinen wehtat, ruhten wir uns an diesem Vormittag aus und genossen das angenehme Hostel. Zu Mittag gingen wir in ein Restaurant, das für uns Cuy zubereitete. Auch in Ecuador habe ich ja die Spezialität der andinen Bewohner schon probiert... Mit vollen Bäuchen spazierten wir zum "Mercado San Perdo", wo wir uns einen riesigen Sack voller Nüsse und getrockneten Früchten kauften und davon profitierten, dass Studentenfutter in Europa so überteuert ist. Am Abend trafen wir uns mit Niko, einem Freund aus Salzburg, der sich hier in Cusco um verschiedene Projekte (Waisenhäuser, Freiwilligenarbeit) kümmert und zwei Jahre hier lebte. Er erzählte uns viel über die Arbeit und seinen Einsatz und bat sich als Stadtführer für den morgigen Tag an...

9.7.14 19:31, kommentieren

Abenteuer nach Aguas Calientes (30./1. Juli)

Um 6 Uhr früh mussten wir aufstehen und uns zum Busbahnhof aufmachen. Die Abreise war um 7 Uhr geplant, in Wahrheit fuhr der Bus aber erst um 8:15 los und brauchte nicht nur vier, sondern sieben Stunden, bis wir endlich in Santa María ankamen. (Typisch Südamerikaner...) Dafür konnten wir aber eine prachtvolle Landschaft genießen und der Busfahrer fuhr für einen Peruaner sogar relativ anständig. In Santa María nahmen wir uns ein Taxi, ein altes kleines, schäbiges Auto, das in einem Höllentempo eine gefährliche Gebirgsstraße entlang fuhr. Vor jeder unübersichtlichen Kurve wurde nicht gebremst, sondern einfach nur wild gehupt, damit jeder Bescheid wusste, dass ein Auto auf der anderen Seite entgegen kommt. Vierzig Minuten klammerte ich mich in Todesangst an meinen Sitz fest, bis wir endlich ankamen. Von Hidro Electrica geht eigentlich ein Zug bis nach Aguas Calientes, aber nachdem der teuer war und wir unseren Ausflug möglichst "untouristisch" und preisgünstig gestalten wollten, wanderten wir zwei Stunden zu Fuß die Schienen entlang, bis wir in Aguas Calientes ankamen und uns zu dritt (mit einem verrückten Kanadier aus Québec) in ein billiges Hostel einquartierten. Aufgrund des Kanadiers, der so wahnsinnig laut und störend schnarchte, hatten wir fast kein Auge zu getan. Um vier Uhr früh standen wir schon wieder auf und wanderten zum Eingang von dem Bereich, wo man den Weg nach Machu Picchu losging. Es regnete leider ungemütlich und es war stockdunkel und neblig. Erst um 6 Uhr ließen die Wärter uns hinein (dafür waren wir die allerersten) und so stürmten sich alle auf den steilen Weg, für den man anscheinend zwei Stunden brauche. Wie verrückt rannten wir in 45 Minuten ca. 2000 Stufen in Zick-Zack-Form hinauf, bis wir schweißgebadet und schnaufend am Eingang ankamen und wieder warten mussten. 10 Minuten später kamen die Busse an, die die bequemeren Touristen hinauf brachten. Oben angekommen, sahen wir genau ein bis zwei Mauerblöcke, der Rest war Nebel!!! Ziemlich enttäuscht gingen wir die ganze "Stadt" von Machu Picchu durch und lasen uns in unserem Reiseführer die Erklärungen zu den einzelnen Abschnitten und Bauten durch. Zirka zwei Stunden brauchten wir für eine ganze Runde. Es war sehr interessant, zu erfahren, wie die Inka damals lebten, wie sie ihre Häuser konstruierten und verschiedene Techniken verwendeten. Erst 1911 wurde diese verlorene Stadt wieder entdeckt! Ein absolutes Highlight war, wie wir uns nach dem harten und für mich nervenraubenden Aufstieg auf den Berg über Machu Picchu (meiner erster 3000er!) mit Tomate, Avocado, Zitrone und Salzkeksen einen köstlichen Guacamole-Dip gönnten und zusahen, wie der Nebel zunehmend aufstieg und uns die schönste Aussicht auf Machu Picchu und die Umgebung ermöglichte. Mitten am Berg hörte der Wächter mit seinem kleinen Radio den Sportreporter, der gerade lauthals "Gooooooool" verkündete. Am Weg zurück nach Hidro Electrica beeilten wir uns beim Gehen, damit wir noch rechtzeitig unsere Busse erreichten. Nach der Taxi-Horrorfahrt buchten wir die Rückreise nach Cusco in einem VW-Bus, der erst losfahren wollte, wenn er vollgefüllt ist. Deshalb fuhren wir erst zwei Stunden später ab; mit dem Risiko, zu einer wirklich ungünstigen Zeit in einem gefährlichen Viertel in Cusco anzukommen. Zum Glück konnten wir mit dem Fahrer verhandeln, dass er uns in die Nähe von unserem Hostel bringt und doch noch alles gut ging. Erschöpft fielen wir in unsere Betten und schliefen sofort ein.

1 Kommentar 9.7.14 19:28, kommentieren

CUSCO - Perú (Samstag 28.Juni)

Um 4 Uhr früh ging es mit dem Taxi in Guayaquil los zum Flughafen, von wo aus mein Flieger mit Umstieg in Lima nach Cusco flog. Um ein Haar hätte ich am Flughafen in Lima meinen Backpacker-Rucksack nicht bekommen, was eine Katastrophe gewesen wäre. Zu Mittag kam ich dann am Flughafen in Cusco an, wo ich den Gaudenz getroffen habe und wir zu unserem Hostel "Loki" gefahren sind. Unser Wohnort sieht sehr schön und gemütlich aus und ist voll von jungen Leuten aus der ganzen Welt, die gerade dabei waren, Chile und Brasilien bei der WM anzufeuern. Am Nachmittag machten wir einen Rundgang im Stadtzentrum, um einen ersten Eindruck von Cusco zu bekommen. Zum Glück war es mit strahlendem Sonnenschein angenehm warm, aber in der Nacht wurde es ziemlich kalt. Da Cusco auf 3500m Höhe liegt, merke ich die Anstrengung allein schon beim Gehen. Nachdem wir uns am Abend zum Planen der weiteren Reise zusammen gesetzt haben, gingen wir danach in unsere Stockbetten schlafen. Am nächsten Tag besuchten wir die Innenstadt von Cusco, einschließlich den Markt "San Pedro", wo die Peruaner von Fleisch (wirklich nicht schön anzusehen bzw. zu riechen!!) über Früchte bis zu Gewand in allen Farben verkaufen. Um nur 4 Soles (1€) bekamen wir eine große Suppe und danach eine zweite Speise, Reis mit Fleisch und Gemüse und ein bisschen Salat und aßen das mit dem Risiko, uns gleich irgendwelche Bakterien einzufangen. Später sahen wir uns bei den vielen Ständen um, welche die buntesten Souvenirs und Kleider anboten. Mit Sicherheit kann man sagen, dass Cusco DIE Touristenhauptstadt Südamerikas ist.

4.7.14 06:42, kommentieren

ABREISE... (Freitag, 27.Juni)

Um noch ein letztes Mal mit Fabián das Radfahren zu genießen, standen wir zwei Früh auf und kämpften uns um 6 Uhr auf die Berge hinauf. Wir hatten Glück mit dem Wetter: Die Sonne ging vor uns auf und blieb fast den ganzen Tag. Am Vormittag packte ich meinen vollgestopften Backpacker-Rucksack und schwang mich danach noch einmal auf das Fahrrad, um mich von den Kids und Lehrern meiner Schule zu verabschieden. Schon früh mussten wir zu Mittag essen, damit sich alles ausging. So begleiteten mich Fabián, Genoveva und Andrea zum Busbahnhof, wo wir uns schweren Herzens verabschiedeten. Nach 4 Stunden anstrengender Busfahrt kam ich in Guayaquil an, wo mich Jorge zum Haus von tía Margarita und tío Kin, bei denen ich Anfang April drei Tage wohnen durfte, brachte. Ich ging früh schlafen, da ich schon um 4 Uhr zum Flughafen musste.... Ab geht's zur ersten Station: CUSCO - Perú

28.6.14 05:57, kommentieren

Abschied im Waisenhaus und in der Großfamilie (Donnerstag 26. Juni)

Heute in der Früh fuhr ich ein letztes Mal zum Waisenhaus und spielte und bastelte den ganzen Vormittag mit den Kindern, bis der Moment des Abschiedes kam, der mir sehr schwer fiel. Vom Busfahrer bis zum Parkwächter musste ich mich von allen verabschieden, weil mir alle immer so nett geholfen und Auskünfte gegeben haben. Zu Mittag genoss ich das letzte Essen bei den Großeltern und am Nachmittag schlenderte ich durch Cuenca, um die Stadt noch ein letztes Mal zu genießen...

28.6.14 05:56, kommentieren

Abschied in der AA-School (Mittwoch, 25.Juni)

In der Früh nahm mich Tía Veronica mit zur Schule, damit ich mich von allen verabschieden konnte und ihr bei den Examen zu helfen, die alle Kinder in der vorletzten Woche haben. Noch ein letztes Mal spielte ich zum Abschluss mit den kleinen zweijährigen Kids Topfschlagen und andere Sachen. Am Nachmittag blieb ich im Haus und organisierte mir meine Dinge, die ich für die Reise brauchen werde. Am Abend traf ich mich mit einem Freund, der mir zwei seiner Freundesgruppe vorstellte (Inel, eine Französin von 21 Jahren, die nach Cuenca gezogen ist und jetzt hier studiert; und Francisco, ihr Freund) Beide sind wirklich nette Leute und es war interessant, von Inel zu hören, wie sie diesen Umstieg von Europa nach Ecuador empfunden hat und warum sie sich entschieden hat, hier zu leben...

28.6.14 05:55, kommentieren