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2. Action-Tag im URWALD (6. Juli)

Mit den seltensten Geräuschen von allen möglichen Vögeln bin ich in der Früh unter dem Moskitonetz aufgewacht. Ein Vogel klang wie das Geräusch eines Regentropfens, der ins Wasser fällt. Gaudenz wollte schon mit mir schimpfen, dass ich den Wecker endlich ausschalten soll, bis er selbst im Halbschlaf darauf kam, dass diese Geräusche aus der Natur kamen... Nach einem köstlichen Frühstück mit Fruchtsalat und allem Möglichen fuhren wir mit dem Boot den Fluss entlang, bis wir an einer Stelle zu sechst (zwei Führer, Cristina, Raúl, Gaudenz und ich) ausstiegen und zehn Minuten in den Urwald hinein spazierten. Auf dem Weg konnten wir unzählige Tier- und Pflanzenarten entdecken, wie zum Beispiel hunderte Schmetterlinge, Bienen und Wespen, Schnecken in Riesenhäusern, Vögel und so weiter. Später kletterten wir ein Gerüst hinauf, sicherten uns oben mit Gurten und Karabinern ab und seilten uns an einer Bahn zirka 90 Meter zum nächsten Baum. Es war wirklich spektakulär, den Urwald von so hoch oben zu sehen, den neuen Geräuschen zu lauschen und den Adrenalinkick von der Höhe und der Geschwindigkeit zu genießen. Wie im Hochseilgarten kletterten wir von einem Baum zum anderen und kamen richtig ins Schwitzen, weil es heiß und anstrengend war. Auf dem Rückweg unseres Ausfluges holten wir uns noch drei echte, große Kokosnüsse vom Baum und schlürften diese dann, als wir wieder in unserer Lodge ankamen. Ganz lustig ist auch, dass bei unserem "Wohnort" ein kleiner Affe "Pablito", ein zahmes Wildschwein "Lucie" und ein Ara namens "Lola" leben. Nach dem Mittagessen fielen wir von der Anstrengung des Vormittags in eine Tiefe Siesta von der wir erholt aufwachten und uns im Boot zum Fischen aufmachten. Wir hofften natürlich, einen großen Piranha zu erwischen, aber leider waren wir ziemlich erfolglos und fischten nur kleine Mini-Piranhas, die ganz schön scharfe Zähne haben und aggressiv sind. In der Pause vor dem nächsten Ausflug spielten wir bei Sonnenuntergang am Steg Karten, bis es dunkel wurde. Im Stockdunkel und mit Taschenlampen bewaffnet gingen wir danach zu sechst los in den Urwald, der hinter unseren Hütten begann. Erschreckend war, wie uns unser Führer Rony im Baum, der nur wenige Meter von unserem Schlafort entfernt war, ein Nest mit einer Tarantel zeigte!! (Bei einem Biss dieser Spinne wird man gelähmt und mehrere Bisse können tödlich sein!). Langsam gingen wir einen Weg im Wald entlang, wo wir einen Skorpion (tödlich), eine Riesenameise (tödlich), lauter kleine Spinnen (tödlich), einen ganz seltenen Frosch und auch tödliche Pflanzen entdeckten. Nach einer Weile forderte uns Rony auf, ganz leise zu sein und nur den Geräuschen des Urwalds zu lauschen - UNBESCHREIBLICH, was wir da alles hörten!!

14.7.14 18:09

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